Unser Ergebnisbericht


Der vorliegende Bericht ist Ergebnis einer ethnographischen Fallstudie. Sie nimmt den Sinnhorizont der Lebenswelt einer automobilen Markengemeinschaft wissenssoziologisch in den Blick.

Um den klassischen Fiat 500 hat sich quer zu allen Bevölkerungsschichten eine facettenreiche Szene gebildet, die gemeinsam die Begeisterung zu diesem kleinen, technisch überschaubaren Auto teilen. Die Szene besitzt lokale Ausprägungen in Form von regionalen Fiat 500 Clubs oder Stammtischen und trifft sich mehrmals jährlich bei verschiedenen bundesweiten und internationalen Treffen.

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Die Fiat 500 Markengemeinschaft ist keine Gemeinschaft im traditionellen Sinn. Ihre Ausprägung ist Phänomen einer Vergemeinschaftung in Zeiten weit reichender Individualisierung. Wir betrachten sie als posttraditionale Gemeinschaft in der keine starren Strukturen herrschen, deren Mitglieder nicht formal definierbar sind, sondern lose gekoppelt und in der keine Sanktionsmöglichkeiten existieren. Diese fluiden Strukturen werden stabilisiert durch die kontinuierliche Reproduktion von anschlussfähiger Kommunikation. Die Kommunikation osziliert dabei permanent in einem Kreislauf zwischen technischem Wissen um das Auto und persönlichem, erfahrbarem Wissen. Dadurch wird in der Szene Anschlussfähigkeit, Vertrauen und Verbindlichkeit generiert und fortlaufend reproduziert.

Zitieren bitte als:
Bretzger, Richard; Döring, Nils; Görendt, Martin; Sauer, Martin (2010): Ein nettes Auto für nette Menschen. Posttraditionale (Marken-)Gemeinschaft um den klassischen Fiat 500. http://www.communityforscher.de/fiat500/

Hier klicken, um den Bericht zu downloaden (pdf, 3,7MB): Ein nettes Auto

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